Tipps für einen energieeffizienten Wintergarten

Häufig entpuppt sich der Wintergarten als Energieverschwender. Dies kann vielerlei Gründen haben, die im Vorfeld leider nicht bedacht wurden oder auf falsche Beratungen zurück zu führen sind:

Besonders wichtig ist hierbei die Frage nach der Integration des Wintergartens in den Rest des Hauses. Handelt es sich um einen durch Türen und Außenwände abgegrenzten Wintergarten oder um einen offenen Bereich, der direkt in den Wohnraum übergeht? Insbesondere bei offenen Wintergärten ist die Gefahr sehr groß, dass aufgewärmte Heizungsluft durch schlechte Isolierung nach draußen entweichen kann. In welche Himmelsrichtung wurde der Wintergarten angebaut und an welchen Wohnraum des Hauses? Auch hier muss bereits bei der Planung beachtet werden, in welchem Ausmaß die Sonne einstrahlt und wie der angrenzende Raum genutzt wird. Bei starker Sonneneinstrahlung in den Mittagsstunden heizt sich die Luft im Innenraum bei nicht ausreichender Isolierung auf. Dadurch kann sie mehr Feuchtigkeit aufnehmen, was durch die häufig intensive Begrünung des Wintergartens begünstigt wird. Kühlt die Luft wieder ab, gibt sie die Feuchtigkeit in Form von Kondenswasser an den kältesten Stellen wieder ab, meistens sind dies die Fenster oder Holzbalken, die faulen können. Ein weiterer Knackpunkt ist der Untergrund des Wintergartens: Wenn das Fundament erdberührend ist, kann es auch hier zu Problemen mit Feuchtigkeit, bis hin zu starkem Schimmelbefall, und Wärmedämmung kommen.

Die Problematik in den Griff bekommen
Die Hersteller haben das Problem erkannt und bieten innovative Modelle an, wie der Typ EcoSun, mit diesem wird aus dem einfachen Glashaus ein ganz besonderer Wintergarten. Das A und O eines energieeffizienten Wintergartens ist die richtige Isolierung. Hier darf auf keinen Fall gespart werden, da sich die Ausgaben für die richtigen Materialien bereits nach kurzer Zeit rechnen. Auf Einfachverglasung sollte komplett verzichtet werden. Stattdessen sollte man sich nach spezieller Wintergartenverglasung umschauen, die die Wärme von innen nach außen dämmt und das eindringende Sonnlicht absorbiert. Insbesondere in diesem Bereich sind in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht worden, bis hin zu selbstreinigenden Verglasungen. Beim Unterbau ist generell auf die korrekte Aufbauung des Fundaments zu achten. Detaillierte Informationen stellt die Norm DIN 18195 bereit. Insgesamt etwas günstiger fällt sicherlich die Entscheidung für einen geschlossenen Wintergarten statt für einen in den Wohnraum eingegliederten aus. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass Türen zum Wintergarten ausreichend isoliert sind. Dies kann man bequem mit einem Blatt Papier testen: Es wird zwischen Rahmen und Tür geklemmt und wenn es sich nach dem Schließen herausziehen lässt, ist hier dringend Nachholbedarf bezüglich der Isolierung.
Ob offen, als Ergänzung zum Wohnbereich, oder als abgeschlossener Raum, der bei Bedarf genutzt wird: Die Entscheidung zu einem Wintergarten bedarf intensiver Planung.

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