Stein- und Braunkohle, Torf, Gas und Erdöl haben eine große Gemeinsamkeit. Es handelt sich dabei um fossile Energieträger, mit denen aktuell ein Großteil des Weltbedarfs an Strom und Wärme gedeckt wird. Dass diese Ressourcen allmählich zur Neige gehen, erkennt mittlerweile sogar die chinesische Regierung an. Es werden ungeheure Anstrengungen unternommen um zukünftig den Energiehunger mit erneuerbaren Energien zu decken. Schon jetzt ist China mit 60 Gigawatt installierter Leistung der weltgrößte Produzent von Windstrom.
Eigene Möglichkeiten
Doch nicht alleine Regierungen haben die Möglichkeit sich an der Energiewende zu beteiligen. Seit Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahr 2000 hat jeder Bürger die Möglichkeit eigenen Strom zu produzieren um ihn zu garantierten Preisen an die Netzbetreiber zu verkaufen, oder selbst zu nutzen. In Deutschland wird im privaten Bereich vor allem auf Photovoltaikanlagen (kurz: PV-Anlagen) zurückgegriffen, die auf Dächern oder ungenutzten Freiflächen montiert werden. Die Bezeichnung kommt durch die Anwendung des photovoltaischen Effektes, bei dem die Siliciumzellen Sonnenlicht direkt in Strom umwandeln. Die Strommenge wird an separaten Zählern erfasst und in das Stromnetz eingespeist. Größter Beliebtheit erfreuen sich PV-Anlagen nicht zuletzt auf Grund der guten Finanzierungsmöglichkeiten. Es gibt eine Reihe zinsgünstiger Kredite und Fördermöglichkeiten, die dazu beitragen die Amortisationszeiten erheblich zu verkürzen. Diese betragen aktuell etwas mehr als zehn Jahre.
Vorteile privater Stromproduktion
Die Vorteile eigener Stromproduktion durch Photovoltaik liegen auf der Hand. PV-Anlagen leisten einen Beitrag zu größerer energetischer Unabhängigkeit von klassischen Energieträgern und generieren dabei stetig zusätzliches Einkommen für die Betreiber. Jede Sonnenstunde wird vergütet, wodurch ja nach Anlagengröße beträchtliche Mehreinnahmen entstehen können. Sind große Dachflächen mit geringem Schattenfall vorhanden, lohnt es sich besonders über die Produktion von Sonnenstrom nachzudenken.
Die Zeit läuft…
Dabei sollte die Bedenkzeit nicht allzu groß gewählt werden, da seit 2010 alljährlich die Vergütungssätze, die für 20 Jahre den Verkaufspreis garantieren, um 10 bis 15 Prozent gesenkt wurden. Je mehr Solarstrom eingespeist wird, desto weniger wird er seitens des Staates bezuschusst. Es ist deshalb ein guter Zeitpunkt sich zu Nachhaltigkeit und eigenproduzierten Strom zu bekennen.

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