Energie sparen mit dem Fernseher

Der beste Familienfreund

Der Fernseher gehört seit vielen Jahren genau so zum unverzichtbaren Inventar eines Haushaltes wie etwa der Wasserhahn oder die Waschmaschine. Eine durchschnittliche Familie verbringt dazu ungewöhnlich viel Zeit vor dem Fernseher, der längst zum Ersatz für gemeinsame Abende geworden ist.
In Zeiten einer zunehmenden Sensibilität der Verbraucher gegenüber der Energievergeudung in den eigenen vier Wänden muss der Fernseher allerdings auch als einer der Hauptverursacher übermäßigen Stromverbrauchs in einem durchschnittlichen Haushalt betrachtet werden.
Allerdings gibt es durchaus Möglichkeiten, den Apparat energiesparender einzusetzen:

Bewusster Einsatz statt "Standby"

Zu den größten Übeln der Energieverschwendung hierzulande zählt zweifellos der Einsatz der sogenannten "Standby"-Funktion: Anstatt das elektrische Gerät, auch den Fernseher, auszuschalten, wird der Apparat mittels der Fernbedienung in eine Art Tiefschlaf versetzt, der allerdings Energie verbraucht: Berechnungen zufolge könnten alleine in Deutschland durch allgemeinen Verzicht auf Standby-Schaltungen zwei Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Alleine die ständig steigenden Energiepreise sollten hier zu einem Umdenken der Verbraucher anregen, schließlich wird der Apparat während der Ruhe- oder Abwesenheitszeit nicht gebraucht.

Sparen durch moderne Technologien

Der Stromverbrauch eines Fernsehers nimmt naturgemäß mit seiner Größe zu. So stellt sich die Frage, wie groß der Bildschirm zumal bei einem Röhrengerät wirklich sein muss, zumal bei Zweitgeräten, die oftmals dicht neben dem Bett platziert werden. Optiker empfehlen den sechsfachen Abstand des Röhrendurchmessers zur Entfernung des Zuschauers; hier wird mitunter nicht nur Energie verschwendet sondern auch noch den eigenen Augen geschadet. Moderne LCD-Bildschirme, frühere Stromfresser, haben mittlerweile die Röhrengeräte in etwa beim Energieverbrauch eingeholt und werden wohl die nahe Zukunft des Fernsehens bestimmen, da sie weniger Platz benötigen und immer günstiger werden.
Organische Leuchtdioden scheinen aus energiesparender Sicht das Medium der Zukunft zu sein. Noch aber sind hohe Anschaffungskosten ein Grund, dass sich diese zukunftsweisende Technik noch nicht in breitem Maße durchgesetzt hat.